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In dieser Rubrik finden Sie Berichte und Informationen von Züchtern.

Engaño Caraguatá auf der
„Fieracavalli 2012“ in Verona

Criollo-Team „Schweiz, Deutschland, Italien“ erfolgreich an der Fieracavalli in Verona (Italien)

Der Verband der Criollo - Züchter Italiens hat die Criollo - Züchter Deutschlands und der Schweiz zu einem gemeinsamen Messeauftritt an der Fieracavalli (November 2011) in Verona eingeladen. Eine Reise nach Verona, an die Fiera, ist mehr als lohnenswert, zumal Verona ja auch nicht allzu weit entfernt von der Schweiz ist, 5 bis 6 Stunden mit dem Trailer.

Für alle Daheimgebliebenen hier mein kleiner Bericht, ich war mit Engano auf der Fiera:

Die Wirtschaftskrise, ein drohender Staatsbankrott und sintflutartige Regenfälle konnten der Fieracavalli in Verona nichts anhaben. Die italienische Traditionsmesse für Pferdezucht und Sport ging auch dieses Jahr – zum immerhin 113. Mal – über die Bühne, trotz gleichzeitigen Überschwemmungen in Genua und einem angezählten Berlusconi. Das Wort Bühne ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn in Verona  wird kein braves Zirkusreiten oder kommerzielles Ausstellerwesen propagiert, sondern ein wahres Feuerwerk an hippologischen Gustostücken abgebrannt. Alle traditionellen Rassen sind vorhanden und werden in teils prächtigen Schaunummern vorgeführt. Ungezählte Sport- und Zuchtorganisationen präsentieren sich; da wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Zahllose, immer fetzige Showeinlagen in mindestens vier Reithallen zugleich werden ganztägig gezeigt. Und das italienische Publikum, aber auch viele Besucher aus der Nachbarschaft wissen die Mühe zu schätzen, die sich Messe und Teilnehmer gemacht haben; derartig frenetischen applauso gibt es nur hier in Verona, der Stadt der großen Oper. Die Begeisterung der Kommentatoren war enthusiastisch und brachte mit ihren oft humorvollen Bemerkungen die Massen auf Hochtouren. Was hier gekreischt, geklatscht und getrampelt wurde, würde in einem anderen europäischen Land jedem Fussball-Länderspiel zur Ehre gereichen.

Ein besonderes Highlight für den Pferdefreund sind die heimischen Rassen Italiens, die außerhalb des Landes wenig bekannt sind. Auf der Fiera kann man sie alle kennen lernen und auch in Aktion bewundern, denn sie alle, inklusive der prächtigen italienischen Esel, werden hier geritten und gefahren. Geritten und gefahren wird übrigens keineswegs nur auf den Showplätzen, sondern insbesondere auch mitten im dichtgedrängten Publikum auf den Straßen zwischen den Hallen.

Interessant mag sein, dass die lebendige Arbeit an Rinderherden in Italien immer noch hochaktuell und ein integraler Bestandteil der Lebensweise der butteri, der Hirten der Maremma, ist. In diesem naturnahen Landstrich nördlich der Elba wird eine einzigartige Reitweise auf den vortrefflichen Maremmanos (so wird das Maremma-Pferd genannt) geritten, wozu man eine regional typische Ausrüstung verwendet. Zu Recht bezeichnen sich die butteri als europäische Cowboys. Übrigens ermöglichen die butteri dem reiterlich geübten Gast, sie tageweise zu begleiten. Das kann zu einem ganz besonderen Ferienerlebnis in der Toscana werden, wie ich aus eigener Erfahrung zu berichten weiss.

Die in Italien äußerst populären Westernrassen waren stark präsent und zeigten sich in sportlichen Spektakeln aller Art und vielfältigen Schaunummern. Auch die südamerikanischen Criollos waren 2011 gut vertreten, der Zuchtverband Italiens hat alle seine Kräfte mobilisiert, um den Criollo in seiner Vielseitigkeit zu präsentieren. Es waren sowohl Italienische, als auch Deutsche und Schweizer Züchter mit ihren Pferden vertreten. Die klassischen Zuchtländer Argentinien und Uruguay hatten großzügige Kojen eingerichtet und tonnenweise Infomaterial und auch Reitzubehör mitgebracht.

Täglich wurden Wettkämpfe und Vorführungen mit gegen 20 Criollos einem grossen Publikum vorgeführt. Es handelte sich dabei um Wettkämpfe im Südamerikanischen Stil, gerichtet von Martin Gurmendes (Uruguay) und Emilio Solanet (Argentinien). Sie umfassten neben der Morphologie, was in Südamerika sehr ernstgenommen wird, verschiedene Wettkämpfe wie: Criollos de America und Roberto Dowdall.

Eine riesige Halle war allein den Rinderdisziplinen der Cowboys und Gauchos gewidmet. Hier wurde bislang nach jeweiligem Schluss des Ausstellungstages um Rang und Ehre gekämpft, erst gegen Mitternacht erloschen dann die Lichter. Im teampenning Wettbewerb traten über 60 Teams gegeneinander an. Die allermeisten Teams waren professionell eingespielte Gruppen, alles Italiener mit bestens für’s teampenning trainierten Quarter Horses, Appaloosas und Paints. Eine Herausforderung, der sich wir Criollo-Reiter selbstverständlich stellten! Wir bildeten spontan ein internationales Wettbewerbsteam mit drei Criollos – 2 Hengsten und einer Stute- und meldeten uns zum Vergleich mit den nordamerikanischen Pferden. Das Criollo Team „Svizzera, Germania, Italia“ war zusammengesetzt aus Bernd Bühler auf Engano Caraguata unter Schweizer Flagge, Rolf Ludwig auf seinem Hengst La Amanecida Choclero (Deutschland) und einem unserer Italienischen Freunde. Neben dem Umstand, dass das ad hoc Criollo Team vorher nie Gelegenheit zu einem gemeinsamen Training hatte, war das Sich-Verstehen eine besondere Herausforderung: Die Deutschsprachigen verstanden kein Italienisch und umgekehrt und der Schweizer Dolmetscher hatte seine Mühe, in der Hitze des Gefechts vom Hallenrand aus Übersetzungshilfen den Reitern zu zurufen und dabei neben dem Publikum auch noch die Rinder zu übertönen...


Jedenfalls war die Teilnahme an diesem Turnier ein einmaliger Höhepunkt für die teilnehmenden Criollo Reiter und wurde mit dem 6. Rang unter über 60  Startenden gekrönt. Eine wahrlich hervorragende Leistung der Schweiz-Deutsch-Italienischen Criollos, auch ohne Berücksichtigung der geschilderten Randbedingungen!

Italien war im Criollo-Sektor nicht immer unumstritten, kamen doch eine Vielzahl von südamerikanischen Ranchpferden bis vor ca. einem Jahr als Schlachttiere per Schiff nach Bari oder Genua. Von dort gingen die besseren Exemplare an sämtliche europäischen Händler, die sie z. T. als „echte Criollos“ anboten und damit wohl einen Etikettenschwindel begingen. Die berüchtigten Schiffstransporte sollen nun zum Glück unter dem Druck der Medien und der EU ein Ende haben. Parallel dazu wurde in Italien jedoch auch eine seriöse Criollo- Zuchtszene aufgebaut, welche sich an der Fiera 2011 sehr gekonnt in Szene gesetzt hat.

Die Fiera 2011 war einmal mehr informativ und attraktiv, das Publikum zahlreich und gut gelaunt und der Umsatz zufriedenstellend. Die Fieracavalli gab somit in jeder Hinsicht ein starkes Lebenszeichen von sich, das die Zukunft der italienischen Pferdewelt in einem sehr positiven Licht erscheinen lässt. Arrivederci a Verona, möchte man sagen…


Martin Haller und Alexander Lüchinger (www.criollo-schweiz.ch), Dezember 2011

Oben: einige Bilder vom Team „Svizzera, Germania, Italia“ im Team Penning



Engaño Caraguatá auf der
„Americana 2011“ in Augsburg

Engaño Caraguatá erfolgreich im Westernsport

Als zuverlässiges Turnierpferd, präsentierte sich der 5jährige Criollo-Hengst Eñgano Caraguatá auf der
diesjährigen „Americana“, Europas größter Messe für Freizeit und -Westernreiter.

Inmitten der weltweit besten Westernreiter und Pferde absolvierte er unter seinem jungen Reiter Bernd Bühler, cool und zuverlässig sein Programm, als einziger Criollo inmitten von Quarter Horses. Für Ross und Reiter war es der erste Auftritt in der großen Turnierszene.

Die Resultate können sich sehen lassen.
  • ERCHA Two-Rein all ages € 300 added Platz 8
  • NRHA Freestyle open US-Dollar 1000 added Platz 3
  • Hackamore 5 years and under € 200 added Platz 4

Herzlichen Glückwunsch Engano Caraguata und dem Trainerteam Ernst-Peter Frey und Bernd Bühler. Wir freuen uns auf die kommende Turniersaison.

CpE – Lüchinger, Montans und Rudolf

Deckstationen:

Bis April 2012:
Alexander Lüchinger, Schmalzgrueb 37, CH-8127 Forch-Küsnacht, Schweiz
Infos unter:
Tel.: 0041 (0)79 419 75 22
eMail: info@criollo-schweiz.ch

Ab April 2012:
Criollo-Gestüt "La Cimarrona", Schlüchtseehof 1, D-79865 Grafenhausen bzw.
Red Stone Ranch, D-78652 Deißlingen
Infos unter:
Tel. 0049 (0)7748 5649
eMail: info@criolla.de; www.criolla.de


Hackamore 5 years and underHackamore 5 years and under




Text und Bilder: Bernhard RudolfText und Bilder: Bernhard Rudolf 

Country Horse Freiburg

Sport & Spannung in der Showarena!



Die Spanisch-Kalifornische Reitweise bzw. Vaquero-Reitweise, präsentierten Ernst Peter Frey und Sohn Sancho Stark vom 6. bis 8. Mai 2011 auf Criollohengst Eñgano Caraguatá und Quarterhengst Sugar's Oleena Iceman.

Hier geht es zu den Showbildern!



Bericht Equitana

12.3.-20.3.2011 in Essen (D)

Im Rahmen einer grossen Criollo Show wurde unser CpE-Hengst Engano an der Equitana von Pferdetrainer Ernst-Peter Frey vorgeführt.

Hierzu demnächst hier unser Bericht.

Bericht IG Criollo-Schweiz

Dezember 2010

Text: Alexander Lüchinger im Dez. 2010

Vor gut 2 Jahren haben Jürg Rauber und Alexander Lüchinger die Interessensgemeinschaft IG Criollo - Schweiz gegründet. Die IG präsentiert sich auf ihrer Website (www.criollo-schweiz.ch). Alle wichtigen Informationen, auch Adressen und Telefonnummern, sind dort vermerkt.

Das herausragende Ereignis im „Vereinsjahr 2010“ war sicher der Besuch vonJuan Montans aus Uruguay und sein offizielles Treffen mit der Vertreterin des Schweizerischen Pony und Kleinpferdeverbandes (www.svpk.ch), Frau Oda Münch-Bronk. Der SVPK ist eine in der Schweiz staatlich anerkannte Zuchtorganisation und führt die Zuchtbücher verschiedener Rassen. Anlässlich des Besuches im Herbst 2010 konnte zwischen dem ARU (vertreten durch Juan Montans) und dem SVPK verbindlich vereinbart werden, dass der SVPK das Schweizer Zuchtbuch der Criollos selbständig führen darf und auch befugt ist, Fohlen zu registrieren und mit Pedigree einzutragen. Juan Montans hat dem SVPK angeboten, alle nötige Unterstützung zu gewähren, dass dies ganz den Bedingungen der Criollo-Zuchtvorschriften in den Ursprungsländer entsprechend erfolgen kann.

Bis zum Ende des Jahres 2010 hat der SVPK bereits 5 Fohlen von 2 Züchtern registriert, die Fohlen von 2 weiteren Züchtern sollten anfangs 2011 noch folgen. Diese ersten Fohlen, die 2010 vom SVPK selbständig aufgenommen wurden, haben heute also Pedigrees, die auch in Südamerika anerkannt sind. Über diesen Erfolg freut sich die IG Criollo-Schweiz. Das erste Schweizer Criollo-Hengstfohlen, Tango Laguna de las Rosas, wurde bereits 2009 eingeschrieben, damals noch in Anwesenheit von Juan Montans. Der junge Hengst Tango ist heute in Besitz von Alexandra und Richi Stoller Püttner und bereitet sich auf seine hoffentlich zahlreichen Zuchteinsätze vor.

2010 wurden 4 Criollos aus Uruguay mit Luftfracht in die Schweiz und nach Deutschland importiert. Hier sind der Hengst Engano (hinten) und drei Stuten friedlich in einer Box vereint, irgendwo in der Luft zwischen Buenos Aires und Frankfurt. Ein Zuchthengst und drei Zuchtstuten in einer Box - ohne Beruhigungsmittel und ohne Abtrennung dazwischen - auf einem über 12-stündigen Flug!! Welch anderes Pferd als ein Criollo ist so gelassen, dass man dies mit ihm machen könnte?

www.criollo-europa.com

Die Website unserer IG erfreut sich weiterhin grosser Beliebtheit, wir verzeichnen täglich zwischen etwa 80 und 150 Besucher auf unserer Site, was doch zeigt, wie gross das Interesse an unseren Pferden ist. Auch entstehen immer wieder interessante Anfragen und Diskussionen aufgrund der Website: langsam und stetig nimmt der  Bekanntheitsgrad unserer Pferde auch in der Schweiz zu. Aber noch immer sind wir nur wenige, wir sind in der Schweiz 4 Züchter und etwa 8 Halter von Criollos, 2010 sind meines Wissens 3 Halter neu dazu gekommen.

Wir haben in der Schweiz zwei zur Zucht bereite Hengste stehen, eines ist der Hengst Quelen Taquillero von Jürg Rauber (http://www.criollo-schweiz.ch/6.html) und das andere der Hengst Eñgano Caraguatá (siehe Bild unten) von CpE
(www.criolloeuropa.com), der sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland zum Decken bereit steht.

Diese kleine Zahl von aktiven Freunden des Criollos erscheint mir immer noch unter der kritischen Grösse einer Vereinigung, die ein selbständiges Vereinsleben entwickeln kann. Unter selbständigem Vereinsleben würde ich vorerst einige wenige Veranstaltungen pro Jahr verstehen, wie sportliche Wettbewerbe, Familien-Reitertreffen, gemeinsame Ausritte oder eine Zuchtschau.

Um zu mehr Mitgliedern der IG und Interessenten am Criollo zu kommen, sehe ich zwei Wege: Öffnung und Erfolg.

Öffnung: anlässlich eines Treffens der aktiven IG-Mitglieder im späten Sommer 2010 haben wir vereinbart, unsere IG auch den Freunden der Südamerikanischen Ranchpferde (Mestizos, Cruzados) zu öffnen und sie bei unseren Veranstaltungen willkommen zu heissen. Wir haben unsere Website inzwischen auch offener und für sie einladender gestaltet und hoffen, dass sich im Jahr 2011 die Mitgliederzahl entsprechend positiv entwickleln wird. Selbstverständlich ist das Zuchtbuch der Criollos (wie in allen Ursprungsländern) geschlossen und Einkreuzungen anderer Rassen sind auch in unserer Zucht nicht möglich.

Erfolg: Wir haben uns zum Ziel gesetzt in Zukunft an sportlichen Wettbewerben verschiedener Vereine teilzunehmen und mit Erfolgen zu zeigen, dass die Criollos anderen Rassen durchaus ebenbürtig oder gar überlegen sind. Auf diesem Weg wollen wir vermehrt auf unsere Pferde aufmerksam machen und für ihre weitere Verbreitung sorgen. Ein erster Schritt in diese Richtung wird sein, dass wir den Hengst Eñgano Caraguatá 2011 unter seinem Trainer Ernst-Peter Frey ( www.ernst-peter-frey.com ) an einigen Westernturnieren in der Schweiz und in Deutschland starten lassen. Dieser jetzt 4-jährige Hengst wurde 2009 in Rio Branco und in Minas (beides Shows in Uruguay) Gesammtsieger aller Klassen und wurde von uns erstmals in Europa an der Eurocheval in Offenburg Juli 2010 präsentiert. Im März 2011 wird er an der Equitana in Essen zu bewundern sein.


Bild oben: Ernst-Peter Frey mit Engano an der Eurocheval, 2010

Wir freuen uns auf ein weiteres ereignisreiches und erfolgreiches Criollo-Jahr 2011.


Reisebericht Engaño & Co.

28. bis 31.Mai 2010

Fotos & Text: Alexander Lüchinger

Import der Pferde Engano, Rumba, Caipira (Eigner: JV Criollo por Europa) und Chamaca (Eigner. Alexander Lüchinger) aus Uruguay nach Deutschland / Schwei
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Reisebericht Engaño