| News Presse
In
dieser Rubrik finden Sie Presseberichte aus der Schweiz und Deutschland zum Thema CRIOLLO. SCHWEIZDEUTSCHLAND Criollos bei Messe Country-horse in Freiburg
6. - 8. Mai 2011Das war die Country-Horse 2011:
Herrliches
Wetter, wunderschöne Pferde, ein richtig gutes Schauprogramm mit tollen
Auftritten, ein informatives und lehrreiches Rahmenprogramm, viele
zufriedene Aussteller und zahlreiche Besucher, die teilweise wegen des
Schauprogramms an zwei Tagen kamen!
Große Begeisterung löst das Babyfohlen aus, kaum 4 Wochen alt zieht der kleine Publikumsliebling die Menschen an - und er ist sowas von cool! Auch die anderen Criollos bieten tolle Schaubilder.
|
Fun Equitation bei “Crillos
im Hegau”28./29.08.2010 in Gailingen am
Hochrhein
veröffentlicht in: PFERDE REGIONAL Deutschland
Fotos & Text ©: Carola Lenski / Fotojournalistin / Website: www.carola-lenski.com
Über vierzig Reiter fanden sich am
letzten August-Wochenende mit ihren Pferden an der Schweizer Grenze bei den
Criollozüchtern Anja Voigt und Heiko Martin in Gailingen am Hochrhein ein. Ob
Reiter des klassischen Reitstils, Westernreiter, Freizeitreiter, ob groß oder
klein, alt oder jung, keiner wollte sich die erste Fun Equitation Veranstaltung
zwischen Bodensee und den Rheinfällen bei Schaffhausen entgehen lassen. Ins
Leben gerufen wurde die Deutsch-Schweizer Reitsport-Veranstaltung von den deutschen
Criollozüchtern Anja Voigt und Heiko Martin aus Gailingen, Sabine Burger und
Jürgen Hagmann aus Mengen-Beuren in Kooperation mit Criollozüchter Jürg Rauber aus
Marthalen in der Schweiz. Der Schweizer Pferdezüchter importierte 2008 den
ersten reinrassigen Criollohengst in die Schweiz.
Der braune reinrassige
Criollohengst Quelen Taquillero stammt von der Estancia La Quebrade in Uruguay.
Die Fun Equitation, die vom 28. bis 29. August ausgerichtet wurde, war die
erste Veranstaltung dieser Art in Deutschland. „So etwas habe ich noch nie
gesehen, das ist ja toll“ oder „hervorragende Organisation und ein
abwechslungsreicher, spannender Geländeparcours“, so und ähnlich lauteten
Kommentare aus den Reihen von Reitern und Zuschauern, die aus Deutschland, der
Schweiz und Österreich angereist waren.
Wie der Name Fun Equitation bereits sagt,
steht hier der Spaß für Reiter und Pferd im Vordergrund. Die Basis der Fun
Equitation ist die Working Equitation. Wie bei dieser, müssen auch bei der Fun
Equitation im weitläufigen Geländeparcours Hindernisse bewältigt werden, mit
denen Arbeitsreiter bei Ihrer täglichen Hütearbeit immer wieder konfrontiert
werden. Dazu gehören - um nur einige zu nennen - das Öffnen von Toren, über
polternde Holzbrücken zu reiten und enge Durchgänge in Wald oder Gebüsch zu
passieren. Ein Geschicklichkeitsparcours auf dem Reitplatz gehört ebenso dazu.
Bei der Fun Equitation fallen gegenüber der Working Equitation Dressur und Rinderarbeit
weg. Anstelle davon werden neben natürlichen noch weitere kreative Hindernisse hinzugefügt,
wobei Reiter und Pferde, ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen können. Zur
Teilnahme zugelassen sind in der Fun Equitation alle Reitstile und Pferderassen.
Die Reiter sollten aber sattelfest sein. Die Fun Equitation richtet sich vor
allem an Freizeitreiter, die einfach Spaß mit ihren Pferden haben möchten und
einen fairen Umgang mit ihren Freizeitpartnern, den Pferden bevorzugen. Ein
Tonnenrennen nach südamerikanischen Richtlinien rundete die reitsportlicheVeranstaltung im Hegau temporeich ab.
Achterbahnen, Tipis und essbare Wegbeläge Der Samstagvormittag begann mit dem
Geländeparcours, dessen Verlauf fest gelegt war. Der Wettkampf startete mit dem
Öffnen eines Tores. Dadurch gelangte man auf die ausgedehnte Geländestrecke. Nun
kam der Ball ins Rollen. Auf einer Holzkonstruktion, die weitläufig ein wenig
an Achterbahnschienen erinnerte, sollte eine große hellblaue Gummikugel bis ans
Ende des Holzschienenstranges gerollt werden, wo sie dann hüpfend zu Boden fiel.
Gleich dahinter wartete das Tipi auf Ross und Reiter. Hier mussten die
Holzstangen der Tipi-Konstruktion umritten werden, ohne die Glöckchen, die sich
wie ein Geflecht um das Zeltstangen-Gefüge legten, zu berühren und zum Läuten
zu bringen. Bimmelten sie, gab es Strafpunkte. Ein schmaler Holzsteg mit
Geländer erforderte danach Konzentration von Pferd und Reiter. Nach dem Sprung
über einen Baumstamm ging es auf die Galoppstrecke. An deren Ende befand sich
eine weitere Brücke, breiter als die erste aber ohne Geländer. Wieder diesseits
des Baches angelangt, wartete eine auf den ersten Blick eher unscheinbare kurze
Wegstrecke, begrenzt durch Betonrandsteine. Der „Straßenbelag“ des Pfades hatte
es allerdings in sich. Holzschnitzel wechseln sich ab mit Sand, grobem sowie
feinem Kies und Stroh. Der Clou dabei: die Mitte des Weges war mit verlockenden
Äpfeln gespickt. Hatte man das appetitliche Hindernis passiert, ging es weiter
im Galopp ins „Dschungelcamp“, einem schmalen holprigen Durchgang, der durch
dichtes Geäst erneut zu einer Brücke führte, nun breit und wellenförmig
geschwungen. Weiter ging der Weg durch einen dunklen Tunnel bis zum Holzhammer-Hindernis,
das eine Wendung des Pferdes erforderte. Der Reitplatz war die nächste Station.
Mit einer Schöpfkelle musste ein Fußball aus einem Eimer gefischt werden, um
anschließend damit mehrere Tonnen zu umrunden. War dies geschafft, wartete die
Wasserspritze auf Ross und Reiter, ein Vorgeschmack auf das letzte Hindernis,
den in Schilfgras eingebetteten Wassergraben. Ein feuchtes Vorhaben für so
manches Reiterpaar. Die Glocke auf der anderen Seite des kleinen Baches war das
finale Ziel des Geländeparcours. Ertönte ihr Glockenklang, hatte das Reiterduo
den Parcours beendet. Geritten wurde auf Zeit. Meisterte man ein Hindernis
nicht oder unkorrekt, so gab es je nach Schwierigkeitsgrad Zeitabzüge von fünf
bis maximal dreißig Sekunden.
 Per Losverfahren ins K.O.-System Geschwindigkeit und Wendungen waren
beim Barrel Race, das nach südamerikanischen Richtlinien ausgetragen wurde, am
Samstagnachmittag gefragt. Per Losverfahren wurde die Startreihenfolge
ausgelost und die jeweiligen Gegner bestimmt. Zwei Reiter starteten
gleichzeitig. Sechs Tonnen mussten ohne Fehler umrundet werden. Wer als erster
die Ziellinie überquerte hatte gewonnen und kam in die nächste Runde. Die
schnellsten vier Jugendlichen und zehn Erwachsenen qualifizierten sich fürs
Finale am Sonntag. Geprägt von einem unterhaltsamen
Programm für Jung und Alt war der Spätnachmittag des Sonntags. Anja Voigt und
Team Daniela Erbslöh, Annika Tag und Anika Görgen zeigten mit vier Criollos,
alle in verschiedenen Farben, Gelassenheitsvorführungen mit bunten Bändern und
Tüchern. Die in Südamerika als Arbeitspferde gezüchteten Criollos sind extrem
nervenstarke und ausdauernde Pferde und werden bei Anja Voigt und Heiko Martin auch
als Wanderreit- und Therapiepferde eingesetzt. Anschließend präsentierte die
Hegauer Criollozüchterin ihren Zuchthengst Calfiao Chingolo im Pas de Deux mit
Sabine Burger vom HS-Corral in
Mengen-Beuren, die den schwarzen Zuchthengst des HS-Corral,
Negro Nostalgioso ritt. Roswitha Zink und Dorothea Gansterer von e.motion
führten mit ihren beiden Criollos El bueña Felicita und Sorita Féh eine bemerkenswerte
Demonstration zum Thema Horsemanship vor. Der Wiener Verein e.motion bietet
Therapie mit Pferden. Schwerpunkt ist hauptsächlich die körpersprachliche
Interaktion zwischen traumatisierten oder schwer kranken Kindern und gut
ausgebildeten Therapiepferden. Den Abschluss des Showprogramms bildete die auf
dem Reitplatz frei laufende bunte Criolloherde des Hegauer Gestüts. Eine atemberaubende Feuershow
zeigten die Mönche der mittelalterlichen Fraktion Fraternitas Nigra mit ihrem
Feuerspektakel am Samstagabend. Die Live Music Band Scotch on the Rocks sorgte
mit internationalen Hits für Stimmung und Tanzlaune.
Rein in den Rhein Mit strahlendem Sonnenschein und
azurblauem Himmel kündigte sich der Sonntagvormittag an. Um 7:30 Uhr machten
sich zwei Reitergruppen auf zum Rhein-Ritt. Rein in den Rhein ging es an der
Grenze zur Schweiz, eine willkommene Abkühlung an diesem relativ warmen
Sommertag.Holzrücker und Fuhrmann Uwe Link aus Neufra-Freudenweiler eröffnete
mit seiner immer wieder neu beeindruckenden Holzrückevorführung das
Showprogramm. Er führte dem Publikum beeindruckend vor Augen, dass ein
Holzrücker und Fuhrmann in Sachen Pferdeverstand, Pferdesprache und
Pferdeausbildung all das und vielleicht noch mehr verstehen und können muss,
was beispielsweise Pferdeflüsterer Monty Roberts so berühmt machte. Mit dem
Eintreffen der Rheinreiter, trafen auch die Rauhenbergmusikanten zum
Frühschoppenkonzert ein. Während auf der Terrasse des Criollogestüts bereits
das Mittagessen gebrutzelt wurde betrachteten Besucher, in originale
Gauchotracht gekleidet, lässig das Geschehen auf dem Reitplatz, auf dem nun ein
Geschicklichkeitsparcours abgehalten wurde. Im Gegensatz zum Geländeparcours, bei
dem es um Zeit ging, zählten hier nur die Punkte, die vom Reiter innerhalb
einer vorgegebenen Zeit von 2,5 Minuten gesammelt werden konnten. Die Reiter hatten
die Qual der Wahl, für welche Hindernisse sie sich entschieden. Schwierig zu
bewältigende Hindernisse brachten eine höhere Punktzahl ein. Ein Hindernis durfte
zweimal absolviert werden, aber nicht direkt hintereinander. Nur wenn Aufgaben
korrekt durchgeführt wurden, gab es Punkte. Zu den Hindernissen zählten beispielsweise
Büchsenwerfen, das Durchreiten eines Streifenvorhangs und das Wegschlagen eines
Balles mit einem Schläger . Am Nachmittag wurden die Sieger im
Barrel Race ermittelt. Nochmals mussten die schnellsten Reiter in der finalen
Endrunde gegeneinander antreten. Die Siegerehrung und Preisvergabe fand im
Anschluss statt. Danach demonstrierte Uwe Link dem
zahlreich erschienenen Publikum ein weiteres Mal seine eindrucksvolle
Vorführung mit Holzrücke- und Fahrpferd Flecki. Viele Zuschauer waren auch aus
der Schweiz gekommen, um den Holzrücker und Fuhrmann mit seinem Pferd in Aktion
zu sehen. Die aufmerksamen Betrachter zeigten sich überzeugt von seiner
Präsentation, was Begeisterung, Lob und kräftiger Beifall bewiesen. 
Eine Fortsetzung wird die Fun
Equitation bei den Criollos im Hegau im nächsten Jahr finden. Noch verbessern,
möchte man, laut Anja Voigt, im kommenden Jahr auf jeden Fall das Reglement
beziehungsweise die Bewertungskriterien schwerpunktmäßig für den Bereich
Harmonie zwischen Reiter und Pferd.  Der bayo-overo farbene Calfiao
Chingolo wird heuer zwanzig und stammt von einer Estanzia in Argentinien. 2003
kam er nach Gailingen. Negro Nostalgioso, ein prächtiger Rappe mit weißer
Blesse und vier weißen Stiefeln, wurde 1996 in Deutschland geboren. Er war 2001
Prüfsieger bei der Körung und Hengstleistungsprüfung in München-Riem. Beide
Hengste wurden von Pferdetrainer Holger Jöst ausgebildet und trainiert. Einige
Nachwuchspferde beider Hengste waren im Fun Equitation-Wettbewerb sowie in der
Show zu sehen.
Platzierungen Fun Equitation
Erwachsene:1. Christian
Bareiss; 2. Sabine Burger; 3. Conny Gutermann; 4. Roland Gutermann; 5. Inge
Haag; 6. Doris Mayer; 7. Kerstin Schweizer; 8. Andrea Stefanonie; 9. Nadine
Arzethauser; 10. Claudia Dirlewanger, Tanja Ziegler, Dorothea Gansterer; 11.
Margot Reck; 12. Corina Glenk; 13. Nora Winzeler; 14. Andrea Bortoloso; 15.
Alfred Pantoo; 16. Tina Zakova; 17. Claudia Eng, Bettina Toggenburger, Markus
Bolli; 18. Katharina Erny; 19. Sarah Herpich; 20. Hans-Peter Peyer; 21. Nicci
Wittmer; 22. Monika Peyer; 23. Antje Krizankowski.
Jugendliche: 1.Miriam Mink; 2.
Chantal Gutermann; 3. Joelle Gansser, Sarah Schell, Jelena Rauber; 4. Anna
Burger; 5. Lara Di Pierro, Nina Reck; 6. Lisa Reck; 7. Annika
Reck; 8. Lena Hengstler; 9. Kim Zakova; 10. Alessandra Möckli.
Platzierungen Barrel Race
Erwachsene:
1. Bettina Toggenburger; 2. Tina Zakova; 3. Andrea Bortoloso.
Jugendliche: 1. Lisa Reck, 2. Jelena Rauber; 3. Nina Reck. 
|
Eñgano Caraguatá & Ernst-Peter Frey
21.-25. Juli 2010
Eurocheval I Europamesse des PferdesCpE - Criollos para Europa veröffentlicht in: PFERDE REGIONAL Deutschland
Fotos & Text ©: Carola Lenski / Fotojournalistin / Website: www.carola-lenski.com
Die
Züchterkooperation CpE, Criollos para Europa, stellte bei der 18.
Eurocheval einen neuen Criollozuchthengst aus Südamerika vor. Der in der
Westernreitweise ausgebildete Engaño Caraguatá wurde von Pferdetrainer
Ernst-Peter Frey auf der Pferdemesse in Offenburg dem Publikum
präsentiert. Ins
Leben gerufen hat die Dreiländerkooperation Schweiz-Uruguay-Deutschland
der Schweizer Criollozüchter Alexander Lüchinger. Der Schweizer Züchter
hat auch die Interessengemeinschaft (IG) Criollo-Schweiz
(www.criollo-schweiz.ch) gegründet. CpE steht für Criollos para Europa
und heißt übersetzt Criollos für Europa (www.criollo-europa.com). Neben
Alexander Lüchinger gehören Juan Montans aus Uruguay/Südamerika und
Bernhard Rudolf aus Grafenhausen/Deutschland dem Züchterzusammenschluss
an. Montans ist seit 1996 im Präsidium des Criollo Zuchtverbandes von
Uruguay (SCCCU) und züchtet in Montevideo auf seiner Cabaña El Chiripa
reinrassige Criollos. Bernard Rudolf züchtet in Grafenhausen auf seinem
Gestüt La Cimarrona ebenfalls reinrassige Criollos. Er ist
Geschäftsführer der CRIOLLA GmbH & Co. KG, die Naturkosmetikprodukte
aus Stutenmilch herstellt. Das gemeinsame Ziel der Criollozüchter ist
es, den rein gezogenen Criollo, das Arbeitspferd der Gauchos - der
Rinderhirten Südamerikas - auf lange Sicht in Europa zu etablieren. Zuchthengst
Engaño Caraguatá wurde im Mai 2010 aus Südamerika per Flugzeug nach
Europa importiert. Der gateado-farbene Hengst stammt aus der Zucht von
Juan Montans und steht im
deutschen Gestüt La Cimarrona auf dem Schlüchtseehof in Grafenhausen zum
Deckeinsatz bereit. Er hat bereits zwei Messen in Uruguay als Gran
Campeon aller teilnehmenden Pferde absolviert. Auch unter seinem
brasilianischen Trainer, der ihn im Westernstil ausgebildet hat, zeigte
er - nach Aussage der Züchter - bereits beste Ansätze. Sein
Vater Encerado do Itapororo ist ein brasilianischer Hengst mit 75 %
chilenischem Blut und ein Sohn des bekannten chilenischen Hengstes Las
Hortensias Rigolemu. Dieser wiederum ist Vater von vielen Gran Campeones
und Finalisten des Freno de Oro in Brasilien. Engaño Caraguatás Mutter Encorada Caraguatá
stammt ebenfalls aus der Zucht von Juan Montans. Die Stute ist eine
Tochter von Amigazo Tabaco Rubio, der selbst Reservado Gran Campeon der
Junghengste war. Von ihm stammen wichtige Zuchtstuten, wie Camelia
Caraguatá ab, die Gran Campeona bei der Expo Otono 2008 in Montevideo war. Zwei
Wochen nach der Ankunft des Hengstes in Europa übernahm der bekannte
Pferdetrainer Ernst-Peter Frey die weitere Ausbildung des Pferdes,
anfänglich in Grafenhausen, dann im Trainingstall Middle Mountain Ranch
in Böttingen (www.middlemountainranch.de), wo Frey seit 2010 Pferde
ausbildet und vom Reitstil unabhängigen Basisunterricht sowie Unterricht
in der Bodenarbeit anbietet. Frey
legt bei seiner Pferdeausbildung und der Ausbildung seiner Reitschüler
Wert auf eine korrekte Körpersprache mit dem Pferd, die der Förderung
von Respekt und Vertrauen dient, sowie auf gymnastizierende Übungen am
Boden, die unabdingbare Voraussetzung für eine korrekte Versammlung des
Pferdes sind. Er lehrt die spanisch-kalifornische und die spanische Reitweise. Dabei wird auch die Psychologie des Pferdes berücksichtigt. CpE-Criollohengst Engaño Caraguatá wurde
von Ernst-Peter Frey bei der Eurocheval zum ersten Mal dem Publikum
vorgestellt. Gezäumt war der Hengst bei den Reitvorführungen mit Bosal.
Die Vorführungen Ernst-Peter Freys stießen beim Publikum, das am Ende
jeweils begeistert applaudierte, auf großes Interesse. Weitere Fotos Eurocheval 2010 ©: Carola Lenski www.carola-lenski.com
|
Fotos & Text (unten): Bernhard Rudolf Ein Showpferd schlechthin, als kenne er nichts anderes, so präsentierte sich der 4jährige Criollo-Zuchthengst „Eñgano
Caraguata“ auf der Eurocheval 2010 in Offenburg. Die Leute blieben
bewundernd stehen wenn er zwischen den Verkaufständen um die Zuschauer
traversierte.

Cool
und zuverlässig, jeder neuen Situation gewachsen, das Bad in der Menge
genießend, er versteht es mit den Zuschauern zu spielen und sie für sich
zu gewinnen.Beifall
brauste auf als er im Seitengalopp an der Haupttribüne entlangflanierte
und zusammen mit seinem Reiter und Trainer Ernst-Peter Frey die
Zuschauer begrüßte. 
Eñgano Caraguata, ein junger Criollo-Hengst, der weiß, wie man bei den Leuten einen bleibenden Eindruck hinterlässt. 
 |
Gauchos & Gardians: Criollo trifft Camarguais 2
12.-13. Juni 2010 Süddeutschland
veröffentlicht in: PFERDE REGIONAL Deutschland
Fotos & Text ©: Carola Lenski / Fotojournalistin / Website: www.carola-lenski.com
Jahr
unter dem Begriff „Criollo trifft Camargue“ erstmals statt fand und
großen Anklang bei Reitern und Publikum gefunden hatte, wurde heuer nun
zum zweiten Mal durchgeführt. Erneut trafen die rassigen Pferde, die in
ihren jeweiligen Heimatländern als Arbeitspferde bei der Rinderarbeit
eingesetzt werden, aufeinander. Das Turnier wurde im Centre Equestre
Traditionnel „Le Camarguais“ (CET) von Hedi Sackenreuther und Jean
Pierre Godest in Horb-Nordstetten nach den Regeln der Camargue
ausgetragen. Es beinhaltete am Samstag und Sonntag jeweils einen
Geländeparcours, den so genannten Speed Trail - in der Camargue wird er
als „Parcours de Pays“ bezeichnet - und den Stil Trail auf dem Reitplatz
- in der Camargue „Maniabilité“ genannt. Dieses Turnier zählt, obwohl
noch recht neu, neben den Camargue- und Working Equitation-Turnieren zu
den alljährlichen Höhepunkten im CET. Turniere dieser Art sind die
einzigen offiziellen Veranstaltungen außerhalb Südfrankreichs, die nach
französischen Richtlinien ausgetragen werden und durch Richter des
französischen Verbandes gerichtet werden“ sagt Jean Pierre Godest (58),
der als Grand Seigneur der südfranzösischen Arbeitsreitweise gilt,
stolz.
„Sattelt die Hühner…“ Am
Samstagvormittag eröffnete die jugendliche Einsteigerklasse den
Wettkampf im Gelände. Die jüngste Teilnehmerin mit acht Jahren, war
Chantal Gutermann aus Bad Saulgau-Haid mit ihrem Pony Susi. Damit das
auch klappte und das Risiko für die kleine Turniereinsteigerin nicht zu
groß war, wurde sie im Geländeparcours von Papa Roland Gutermann
begleitet, der dem kleinen Reiterpaar immer ein paar Schritte
vorauseilte. Beim Stil Trail übernahm diesen Part dann Mama Conny. Nach
der Einsteigerklasse waren die fortgeschrittenen Reitersleute an der
Reihe. Wieder gab es verschiedene Sprünge, zu bewältigen, Tonnen mussten
umrundet und Galoppstrecken bewältigt werden. Zu den schwersten
Hindernissen zählte offenkundig der Wassergraben, wobei so manches Pferd
seinem Reiter den Gehorsam verweigerte. Ein weiteres, nicht zu
unterschätzendes Hindernis, war der Hühnerkäfig. Dabei handelte es sich
um einen runden Hühnerkäfig, in welchem sich Hühner befanden, umrandet
von einem Halbkreis Strohballen. Zwischen Hühnerkäfig und Strohballen
mussten die Reiter den Halbkreis durchqueren, wobei die Pferde da mit
ihren Reitern nicht immer einig waren, dies letztlich auch so machen,
wie es von Ihnen verlangt wurde. Während die Hühner, die üblicherweise
frei auf dem Hof herum laufen, ihr zeitlich kurz bemessenes Käfigdasein
relativ gelassen nahmen, erschrak so manches Pferd vor den „Ungetümen“
Hühner. So manch Reitersmann oder -frau touchierte dann den Hühnerkäfig
so unglücklich, dass dieser sich öffnete und die Hühner für kurze Zeit
in die Freiheit des Geländes flohen und erst einmal wieder eingefangen
werden mussten. Strafpunkte für den Reiter bzw. die Reiterin waren die
Folge. Spaßig gemeinte Sprüche, wie „sattelt die Hühner...“ mussten die
betroffenen Reitersleute dann in Anbetracht der Situation schließlich
auch noch über sich ergehen lassen. Doch man nahm es mit Humor.
Im
Anschluss an den Geländeparcours, galt es für Einstieger und
Fortgeschrittene beim Stil Trail auf dem Reitplatz zu punkten. Im
Gegensatz zum Speed Trail, bei dem es um Punkte und Zeit geht, zählen
beim Stil Trail nur die Punkte, die vom Reiter innerhalb einer
vorgegebenen Zeit gesammelt werden. Hierbei hat der Reiter die freie
Wahl, für welche Hindernisse er sich entscheidet. Entscheidet man sich
für die schweren Hindernisse, zu denen beispielsweise das Ringstechen an
einer Stierattrappe zählt, bekommt man natürlich auch mehr Punkte
angerechnet, als bei einem einfacheren Hindernis. Maximal darf ein
Hindernis im Verlaufe des Durchgangs aber nur dreimal angeritten werden.
Blumensträuße & Orangen Am
Samstagabend war Showtime angesagt. Die Showvorführung wurde mit der
freilaufenden Camarguepferdeherde des Centre Equestre Traditionnel
eröffnet. Sabine Burger vom HS-Corral in Mengen-Beuren und Anja Voigt
von den Criollos im Hegau in Gailingen am Hochrhein präsentierten in
einem Pas de deux ihre prächtigen Criollo-Zuchthengste, den
lackschwarzen Negro Nostalgioso und den bayo-overo-farben Calfiao
Chingolo. Wie gelassen und nervenstark die südamerikanischen Criollos
sein können, das demonstrierte die Hegauer Pferdezüchterin Anja Voigt
deutlich sichtbar zusammen mit Teampartnerin Anika Girgen, Hengst
Calfiao Chingolo und Stute Sorpresa, die ein Fohlen bei Fuß führte, in
einer Vorführung mit bunten Chiffontüchern, die wechselweise über,
hinter und um die Pferde schwebten. Das Fohlen beeindruckte dies recht
wenig. Es hatte ja schließlich auch den Geländeparcours sowie den Stil
Trail problemlos mit absolviert und somit gleich seine Eignung als
künftiges Working Equitation-Pferd ganz offensichtlich unter Beweis
gestellt. Seitens der Camarguais wurden die Zuschauer von den Akteuren
der südfranzösischen Reiterspiele auf Trab gehalten. Dabei galt es zum
einen für Jean Pierre Godest, Jürgen Fäth, Rainer Möldgen und Fabian
Hellstern sich gegenseitig auf ihren Camarguepferden einen Blumenstrauß
ab zu jagen, das Ganze im Galopp natürlich und einschließlich recht
enger Wendungen. Jean Pierre Godest ließ es sich dabei nicht nehmen,
sogar einen auf dem Boden liegenden Blumenstrauß vom galoppierenden
Pferd aus aufzunehmen. Zum anderen mussten die Camarguais beim „Jeux
d’oranges“ jeweils drei Damen in rasantem Galopp die Orangen, die diese
in ihren erhobenen Händen hielten, entreißen. Bekamen die Reiter die
Orangen zu fassen, warfen sie diese sogleich dem Publikum zu.
Des Gardians Rinder Eröffnet
wurde der Sonntagvormittag mit der Rinderarbeit, der "Tri Chrono".
Hierbei traten Reiter vom Team Criollo gegen das Team Camargue an. Im
letzten Jahr siegte das Team der Criolloreiter gegen die Camarguais, die
in diesem Jahr die Führung im Wettkampf um die Arbeitsreitweise am Rind
übernahmen und schließlich siegreich aus dem Wettkampf hervor gingen.
Die ersten drei Plätze in der Einzelwertung der Rinderarbeit belegten
die Criollozüchter Jürg Rauber, Marthalen/Schweiz mit Platz 1 und Anja
Voigt, Gailingen am Hochrhein mit Platz 3. Jürgen Fäth aus Dettingen bei
Rottenburg belegte mit Camarguepferd Mithras den zweiten Platz. Vom
Camargue-Team belegten Rainer Möldgen Platz 4, Astrid Friedrichsen Platz
5 und Fabian Hellstern Platz 7. Cornelia Gutermann ritt auf den 6.
Platz und Sabine Burger auf Platz 8, beide Criollo-Reiterinnen.
Platzierungen Nach
der spannungsreichen Rinderarbeit folgte noch einmal der Parcours auf
dem Reitplatz und im Gelände. Im Speed Trail war Fabian Hellstern aus
Horb mit Camarguepferd Ikar in der Klasse der Fortgeschrittenen sehr
schnell unterwegs. Er belegte in der Einzelwertung dieser Disziplin
Platz 1 vor Jürgen Fäth aus Rottenburg-Dettingen, der seinen prächtigen
Camarguewallach Mithras ritt. Dritter im Bunde war Rainer Möldgen aus
Pulheim mit Camarguepferd Elliott. Claudia Dirlewanger ritt mit Lady
Moonlight auf den 4. Platz. Die Schweizerin Leony Rauber und Criollostute Garua belegten Platz 5.
Anja Voigt von den „Criollos im Hegau“ schaffte es mit
Criollo-Zuchthengst Calfiao Chingolo auf den 6. Platz. Platz 7 belegte
Yvonne Hellstern mit Camarguepferd Jason. Platz 8 ging wieder an eine
Schweizer Reiterin, an Anja Tober. Tierärztin Eddi Berger ritt mit
Criollo Fuxi auf Platz 9. Ihr folgte Svenja Reiter mit Florita auf dem
10. Platz. Mit Camarguepferd Bambou du Mas schaffte Astrid Friedrichsen
es auf Platz 11. Den 12. Platz erreichte Hanna Stürzebecher mit
Juventas. Criollostute Sorpresa, ein Fohlen bei Fuß, geritten von Anika
Girgen, schaffte es auf Platz 13. Sabine Burger vom „HS-Corral“ in
Mengen-Beuren ritt auf den 14. Platz; Margot Reck auf Platz 15, Roland
Gutermann auf Platz 16, gefolgt von seiner Frau Conny Gutermann mit
Platz 17. Das Schlusslicht bildete Jutta Niederreiter auf einem 18.
Platz.
Weitere Platzierungen Einzelwertungen
Speed Trail - Einsteiger: 1. Julia Pieckert, 2. Milli Müller, 3. Jelena Rauber, 4. Silvia Schöller, 5. Chantal Gutermann und 6. Jaqueline Gutermann Stil Trail - Fortgeschrittene: 1.
Jürgen Fäth, 2. Anja Voigt, 3. Eddi Berger, 4. Yvonne Hellstern und
Conny Gutermann, 6. Fabian Hellstern, 7. Sabine Burger, 8. Anika Girgen
und Hanna Stürzebecher, 10. Jutta Niederreiter, 11. Anja Tober, 12.
Claudia Dirlewanger, 13. Roland Gutermann, 14. Astrid Friedrichsen, 15.
Rainer Möldgen, 16. Leony Rauber, 17. Margot Reck, 18. Svenja Reiter. Stil Trail - Einsteiger: 1. Silvia Schöller, 2. Milli Müller, 3. Jelena Rauber, 4. Julia Pieckert, 5. Madlen Hirn, 6. Lisa Hirn, 7. Chantal Gutermann, 8. Jacqueline Gutermann.
Bei
der Endbewertung des Turniers wurden jeweils die besten Ergebnisse
eines jeden Teilnehmers pro Durchgang und Disziplin gewertet.
Gesamtsieger Einsteiger:
1. Milli Müller, Nordstetten; 2. Silvia Schöller, Nordstetten und Julia Pieckert, Empfingen; 4. Jelena Rauber, Marthalen/Schweiz und Chantal Gutermann, Bad Saulgau-Haid; 6. Jacqueline Gutermann, Bad Saulgau-Haid.
Gesamtsieger Fortgeschrittene:
1.
Jürgen Fäth, Rottenburg-Dettingen; 2. Fabian Hellstern, Horb; 3. Anja
Voigt, Gailingen am Hochrhein; 4. Yvonne Hellstern, Horb; 5. Eddi
Berger, Schmelz; 6. Claudia Dirlewanger, Riedlingen; 7. Rainer Möldgen,
Pulheim; 8. Anja Tober, Rorbas/Schweiz; 9. Hannah Stürzebecher,
Bildechingen; 10. Anika Girgen,
Gailingen am Hochrhein und Sabine Burger, Mengen-Beuren und Leonie
Rauber, Marthalen/Schweiz und Conny Gutermann, Bad Saulgau-Haid;
14. Astrid Friedrichsen, Reichenau; 15. Jutta Niederreiter, Aidlingen;
16. Roland Gutermann, Bad Saulgau-Haid; 17. Margot Reck, Mengen-Beuren;
18. Svenja Reiter, Eutingen im Gäu. | 
Jelena Rauber: Geländeritt 
Jürg Rauber bei der Rinderarbeit 

Leonie Rauber im Gelände



|
|